TRATON treibt seine Transformation hin zu einem gemeinsamen modularen System für die gesamte Gruppe – dem TRATON Modular System (TMS) – weiter voran. Ein zentrales Element dieser Strategie ist die Entwicklung modularer Batteriepacks, die für den Einsatz über mehrere Marken und Fahrzeuganwendungen hinweg ausgelegt sind.
Zur Unterstützung dieser Ambition baut TRATON ein Batteriefertigungsnetzwerk mit Standorten in Södertälje und Nürnberg auf. Parallel dazu arbeiten markenübergreifende Teams an den Produktionsprozessen, die erforderlich sind, um standardisierte und weltweit einsetzbare Batterieplattformen zu ermöglichen.
Eine dieser Kooperationen bringt Experten von Scania und MAN zusammen und spiegelt TRATONs Ansatz wider, gruppenweite Expertise zu nutzen, um industrielle Fertigung und technologische Entwicklung voranzutreiben.
„Angesichts unserer gemeinsamen TRATON-Komponente ist es entscheidend, dass die Produktionsgemeinschaft standardisierte und stabile Produktionsprozesse sicherstellt. Durch die Zusammenarbeit von Scania und MAN verdoppeln wir effektiv unsere Expertise und Erfahrung – und das ist ein wesentlicher Faktor, um die industrielle Fertigung zukünftiger Produktplattformen zu beschleunigen“, sagt Projektleiterin Matilda Wickström.
Bündelung von Expertise über Marken hinweg
Christina Brunhardt (MAN) und Aswin Ravikumar (Scania) sind Teil des Ingenieurteams, das Produktionslösungen für zukünftige Batterieplattformen entwickelt. Obwohl sie in Nürnberg beziehungsweise Södertälje tätig sind, arbeiten sie innerhalb einer gemeinsamen Projektstruktur eng zusammen.
Die markenübergreifende Zusammenarbeit ermöglicht es dem Team, Herausforderungen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und alternative Lösungsansätze effizienter zu bewerten.
„Wenn zwei Marken zusammenarbeiten, können wir dasselbe Problem mit unterschiedlichen Augen betrachten und auf zwei verschiedene Lösungen kommen“, sagt Aswin Ravikumar.
Dieser gemeinsame Ansatz erhöht zudem die Geschwindigkeit und Robustheit der Problemlösung.
„Wenn einer von uns ein Problem hat oder einen Fehler entdeckt, können wir uns gegenseitig bei der Fehlersuche unterstützen, weil wir an denselben Lösungen arbeiten“, ergänzt Christina Brunhardt.
Ein kollaboratives Modell für Zukunftstechnologien
Aus Sicht der Ingenieure stellen Unterschiede in Prozessen und Arbeitsweisen zwischen den Marken keine Hindernisse dar, sondern wertvolle Impulse für Innovation.
„Wir können auf zwei unterschiedliche Herangehensweisen zurückgreifen und daraus die beste auswählen“, sagt Christina Brunhardt.
Das Projekt ist geprägt von einer starken Lernkultur, Transparenz und strukturiertem Wissensaustausch, unter anderem durch regelmäßige „Lessons Learned“-Sessions.
„Alle im Projekt haben einen großen Wissensdurst. Das Umfeld ist kooperativ, nicht wettbewerbsorientiert. Wir haben wirklich einen starken Teamgeist“, sagt Aswin Ravikumar.
Während TRATON und die gesamte Automobilindustrie eine Phase des technologischen Wandels durchlaufen, spielt die markenübergreifende Zusammenarbeit eine Schlüsselrolle beim Aufbau robuster und zukunftsfähiger Lösungen. Durch die gemeinsame Entwicklung von Batteriefertigungskompetenzen auf Konzernebene stärkt TRATON seine modulare Strategie und seine Fähigkeit, neue Technologien markenübergreifend zu skalieren.