Wahres Workshop-Fieber erfasste die 15 Mitarbeiter, als sie in Salzgitter zusammentrafen. Unter Anleitung von erfahrenen Trainern diskutierten sie verschiedene Methoden, um die Veränderungen zu gestalten, mit denen die TRATON SE auf die sich wandelnden Märkte reagiert. Der Ort war mit Bedacht gewählt: Das MAN Werk Salzgitter war schon vor drei Jahren von der Lkw-Fertigung auf die Herstellung von Komponenten umgestellt worden. Hier erfuhren die Workshop-Teilnehmer gleich zu Beginn des Treffens, welche Auswirkungen strukturelle Veränderungen haben können. Sichtlich bewegt erzählte Rainer Scharnowski, Personalleiter am Standort Salzgitter, von den Anstrengungen des HR-Teams, mehr als 850 Mitarbeiter erfolgreich in neue Arbeitsplätze zu bringen.

Direktes Feedback auf konkrete Ideen

Die folgenden zwei Tage nach der Werkstour ging es darum, Change-Management-Werkzeuge kennen zu lernen und anzuwenden. „Die Trainer betreuen die Teilnehmer während des Workshops. Jeder lernt aber auch durch direktes Feedback von den Kollegen aus den anderen Marken und Ländern. Die Vielfalt in der Gruppe ist sehr wichtig und wird von den Teilnehmern besonders geschätzt”, betont Marianne Ekstedt, die als Manager Personnel & Competence Development TRATON für die Trainings verantwortlich ist.  Jeder der Teilnehmer hat in seinem Unternehmen mit einem konkreten Change-Projekt zu tun. Die Zusammenlegung von Entwicklungsabteilungen, die Automatisierung von Fertigungsprozessen, die Vorbereitung des Vertriebs auf neue Fahrzeuge oder veränderte Märkte sind Beispiele dafür, wie die vier Marken bei TRATON auf die aktuellen Ereignisse reagieren. „Alle Marken stehen vor der Herausforderung, Veränderungen anzugehen“, unterstreicht Ekstedt. „Mit diesem Training wollen wir den Teilnehmern die Werkzeuge bereitstellen, mit denen sie die Veränderungen erfolgreich steuern können – und ‚Change-Ambassadors‘ in ihren jeweiligen Marken werden.“

Entscheidende Erkenntnisse für den Erfolg

Im Laufe der Workshops kamen die Teilnehmer zu entscheidenden Erkenntnissen. Zum einen darf die Rolle der Kommunikation bei Change-Projekten nicht unterschätzt werden. „Es geht nicht nur darum, den Beteiligten Informationen zu vermitteln, sondern tatsächlich miteinander zu kommunizieren“, stellte eine Teilnehmerin fest. Zum zweiten ist exakte Planung für den Erfolg eines Projekts entscheidend: Nur wer wirklich weiß, warum er welche Veränderung anstrebt, kann andere Beteiligte so motivieren, dass auch sie den Change engagiert vorantreiben. „Die Teilnehmer denken und handeln sehr offen. Ich finde es großartig, wie sie Gedanken und Ideen miteinander teilen“, sagte Kjell Ehn, einer der zwei Trainer von der Scania Academy, zum Abschluss. Dabei setzen die Trainer auf John P. Kotter, Professor für Führungsmanagement an der Harvard Business School. Sein achtstufiges Modell eignet sich hervorragend als theoretisches Fundament dafür, Veränderungen in den komplexen Strukturen eines Automobilherstellers anzustoßen und zu steuern. Künftig sollen noch weitere Workshops stattfinden. Der nächste bereits im Oktober, ebenfalls in Salzgitter.