München, 17. Februar 2026 – Die TRATON GROUP und der World Wide Fund for Nature (WWF) Schweden haben eine neue Studie mit dem Titel „Jenseits von Treibhausgasen – das Zusammenspiel von Nutzfahrzeugsektor und Umwelt“ (Looking beyond greenhouse gas emissions—Interlinkages between the commercial vehicle sector and nature) veröffentlicht. Gleichzeitig gaben die TRATON GROUP und WWF Schweden eine dreijährige Partnerschaft bekannt. Ziel dieser Partnerschaft ist es, TRATONs Bemühungen zur Bewältigung biodiversitätsbezogener Risiken zu beschleunigen und zu vertiefen. Insbesondere in den Bereichen Rohstoffnutzung, Wasser und Kreislaufwirtschaft.
Die Studie dient dabei als inhaltliche Grundlage. Sie untersucht, in welchem Maße der Nutzfahrzeugsektor von der Natur abhängig ist und welche direkten Auswirkungen seine Aktivitäten auf die Umwelt haben. Angesichts zunehmender Risiken wie Biodiversitätsverlust, Ressourcenknappheit und Klimawandel sind Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette immer stärker naturbezogenen Risiken ausgesetzt.
Der Übergang zu nachhaltigeren Technologien leistet einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und greift damit einen zentralen Umweltbelastungsfaktor auf. Zugleich können dadurch allerdings auch neue ökologische Herausforderungen einhergehen, insbesondere im Zusammenhang mit Rohstoffgewinnung, Flächennutzung und Umweltverschmutzung im Zusammenhang mit der Produktion und Entsorgung von Batterien. Die steigende Nachfrage nach Batterierohstoffen wie Lithium, Nickel und seltenen Erden beschränkt sich nicht auf den Nutzfahrzeugsektor, sondern betrifft auch andere Branchen, die diese Entwicklung zeitgleich durchmachen, wie zum Beispiel den Bereich der erneuerbaren Energien. Diese geballte Nachfrage erhöht den Druck auf das Ökosystem und unterstreicht den Bedarf nach nachhaltigeren, sektorübergreifenden Ansätzen.
Um die genannten Herausforderungen zu meistern, plädieren die Autoren der Studie für kollektive Anstrengungen innerhalb der gesamten Nutzfahrzeugbranche. Sie hebt konkrete Bereiche hervor, in denen eine verstärkte Zusammenarbeit dazu beitragen kann, Umweltauswirkungen zu reduzieren und gleichzeitig langfristige Resilienz zu schaffen. Erstens erfordert nachhaltige Beschaffung die Zusammenarbeit mit Lieferanten, die nach Standards zertifiziert sind, die die Auswirkungen auf die Umwelt und die Menschen vor Ort minimieren. Zweitens können ein umfassenderes Recycling und eine Stärkung der Kreislaufwirtschaft Abfall und Umweltverschmutzung reduzieren, insbesondere bei Komponenten mit großem ökologischem Fußabdruck. Drittens können Werkstoff- und Design-Innovationen die Abhängigkeit von seltenen Rohstoffen reduzieren, wenn die Produktentwicklung neu gedacht wird. Zuletzt wird die Bedeutung der Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette betont, durch die Stakeholder gemeinsam erhebliche Fortschritte erzielen können.
„Der Rückgang der natürlichen Ressourcen und die zunehmenden Umweltschäden stellen für Unternehmen echte Risiken dar. Eine adäquate Auseinandersetzung mit diesen Umweltherausforderungen schützt Unternehmen vor langfristigen Gefahren, stärkt ihre Lieferketten und eröffnet gleichzeitig neue Marktchancen. Diese Studie ist ein erster Schritt, um Unternehmen in der Nutzfahrzeugbranche aufzuzeigen, warum und welche Maßnahmen erforderlich sind“, sagt Mats Landén, Senior Manager Corporate Partnerships beim WWF Schweden.
Andreas Follér, Chief Sustainability Officer der TRATON GROUP, fügt hinzu: „Im Rahmen dieser Zusammenarbeit haben wir ein tiefergehendes Verständnis dafür gewonnen, wie unsere Branche mit der Umwelt interagiert. Der Übergang zu Elektrofahrzeugen kann nachhaltiger gestaltet werden und erfordert die Führung und Zusammenarbeit von uns Branchenakteuren. Die Studie wird künftig nicht nur Impulse für naturbezogenes Handeln bei TRATON geben, sondern auch für sämtliche Akteure der Branche.“
Der vollständige Bericht steht jetzt unter folgendem Link zur Verfügung: https://traton.com/dam/jcr:400d327f-337b-4a37-a2ea-349342143b0e/20260217_WWF-Report_Looking-beyond-greenhouse-gas-emissions.pdf
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Über die TRATON GROUP
Die TRATON SE als konzernleitende Holding der TRATON GROUP gehört mit ihren Marken Scania, MAN, International und Volkswagen Truck & Bus zu den weltweit führenden Nutzfahrzeugherstellern. Das Produktportfolio der Gruppe umfasst Lkw, Busse und leichte Nutzfahrzeuge. „Transforming Transportation Together. For a sustainable world.“: Mit dieser Absicht unterstreicht das Unternehmen den Anspruch, das Nutzfahrzeuggeschäft und das wirtschaftliche Wachstum der Gruppe nachhaltig zu prägen.
Über WWF
Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist die weltweit größte und erfahrenste unabhängige Naturschutzorganisation – mit über sechs Millionen Unterstützern und einem globalen Netzwerk, das in mehr als 100 Ländern aktiv ist. Ziel des WWF ist es, die Zerstörung der natürlichen Umwelt unseres Planeten zu stoppen und eine Zukunft zu gestalten, in der Mensch und Natur im Einklang leben. Dazu bewahrt der WWF die biologische Vielfalt der Erde, fördert die nachhaltige Nutzung erneuerbarer natürlicher Ressourcen und setzt sich für die Reduzierung von Umweltverschmutzung und verschwenderischem Konsum ein. Um diese Ziele zu erreichen, arbeitet der WWF partnerschaftlich mit Unternehmen zusammen, die die Herausforderungen teilen, gemeinsame Ziele verfolgen und bereit sind, sich auch öffentlich zu engagieren.
Über die Studie
Die Studie basiert auf globalen, öffentlich zugänglichen Daten aus der Nutzfahrzeugindustrie (mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge). Diese wurden mithilfe des WWF-Risikofilters analysiert – einem Instrument, das naturbezogene Risikobereiche bei Unternehmen und in ganzen Branchen sichtbar macht. Die Studie untersucht beleuchtet verschiedene Risikoarten, wie die zunehmende Abholzung von Wäldern aufgrund der gestiegenen Produktion von Naturkautschuk und steigenden Rohstoffpreisen. Oder etwa Marken, die wegen ihrer hohen Umweltbelastung in der Kritik stehen. Die Experten des WWF Schweden haben die Inhalte für den Bericht erstellt. Die TRATON GROUP hat fachlichen Input aus dem Transportsektor beigesteuert.